"Silvester im Schloss Kliczków".
Angelockt von der Möglichkeit Silvester in einem romantischen, frisch
restaurierten Schloss im Stil der Neorenaissance mit Burgfräulein, Rittern
und Feuerwerk zu erleben, buchte ich die Reise bei KulturTouren Berlin
:"Silvester im Schloss Kliczków". Bei dieser Gelegenheit sollten wir
auch einige Kulturdenkmäler Schlesiens kennen lernen!
Das Schloss Kliczków war leicht erreichbar, von Berlin mit dem Zug,
andere Gäste reisten individuell mit dem Auto an, einige Gäste
kamen mit dem Flugzeug von anderen Städten über Breslau.
Aus Erzählungen meiner Mutter war mir Schlesien mit dem viel geliebten
Riesengebirge etwas vertraut, doch mit so vielen architektonischen
Höhepunkten aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten habe ich nicht
gerechnet.
Besonders, als wir in der Friedenskirche von Jauer (poln. Jawar) standen,
überlegte ich, wo in Deutschland würde ich eine ähnlich
beeindruckende lutherische Kirche finden. Wussten die Westdeutschen aus welchem
Kulturland die Flüchtlinge aus Schlesien 1945/1946 kamen?
Ich bin den Polen dankbar, dass sie so viele Kirchen, Schlösser und
die für Schlesien typischen Marktplätze nicht nur erhalten, sondern
die von den Russen zerstörten Kulturdenkmäler auch nach und nach
wieder aufbauen wie das weitläufige Schloss, Kliczkow (Klitschdorf)
in dem ich während meiner Reise verwöhnt wurde.
Mir hat die Silvesterreise im Schloss Kliczkow und die Silvestergala so gut
gefallen, dass ich dem KulturTouren Team den Vorschlag unterbreitet habe,
die Jahreswende 2010/2011 wieder in einem schlesischen Schloss, dem Schloss
Krasnow, zu feiern, verbunden mit einem Besuch Breslaus. Unsere Deutsch
sprechende Reiseleiterin Barbara hat uns während der Reise von den weiteren
unzähligen Kunstschätzen berichtet, so dass wir neugierig geworden
sind, diese auf der nächsten Reise zu entdecken. Ich bin wieder dabei.
Frau Dr. Roswitha Haubold Berlin, 5. 1. 2010
Stammkundenfahrt zum Schloßgut Altmadlitz
und Klostermühle
Wie bereits im April geplant, unternahmen wir am 9. September, bei strahlendem
Sonnenschein, eine weitere Schlössertour, die uns dieses Mal nach Schloss
Alt Madlitz und Gut Klostermühle führte. Die Fahrt war sehr kurzweilig,
wir hatten uns ein halbes Jahr nicht gesehen und es gab vieles zu berichten
von vergangenen und kommenden Reisen. Gegen 11.30 erreichten wir Alt Madlitz,
wo wir bereits von der "Schlossherrin" erwartet wurden. Zunächst genossen
wir ein deftiges Frühstück im gemütlichen Flair der ausgebauten
"Alten Schmiede", einer renovierten Feldsteinscheune mit ländlichen
Einrichtung.
Dann aber nahm uns das Schlossgut Alt Madlitz mit seinem historischen
Landschaftspark gefangen. Der besondere Charme des malerischen Schlosses
in Alt Madlitz besteht in seiner schlichten und doch imposanten Form.
Wir durften einen Blick in die privat genutzten Räume der Familie von
Finckenstein werfen und genossen einen Spaziergang mit dem Förster Holger
durch den ältesten englischen Landschaftspark in Brandenburg, der von
Friedrich Karl Ludwig Finck von Finckenstein geschaffen wurde. Einen kurzen
Halt legten wir in dem liebevoll eingerichtetem Parkcafe ein, das mit seinem
familiären Charme, seinem kleinen Shop und seiner Leseecke zum Verweilen
einlud. Wir durften nicht so lang verweilen, wir mussten weiter, denn unser
Weg führte uns nun zu unserer 2. Station - Gut Klostermühle,
eingebettet in eine zauberhaft-romantischer märkischen Seenlandschaft.
Die einzigartige Lage inmitten des Waldes, die naturbelassene Landschaft,
ruhig und idyllisch, direkt am Madlitzer See lädt ein, die Seele baumeln
lassen und einfach zu genießen!
Bei einem informativen Rundgang erfuhren wir viel über die Historie,
dass bereits im 14. Jahrhundert Mönche die herrliche Gegend zwischen
dem Madlitzer- und Petersdorfer Seen besiedelten. Neben einem Fischer- und
Forsthaus errichteten sie eine Wassermühle, wo sich schon Friedrich
der Große gelabt haben soll. Ab 1945 wurde das Gebiet vom 'Ministerium
für Staatssicherheit der DDR' genutzt.
Das Gut Klostermühle - ein exklusives Resort inmitten eines herrlichen
Naturrefugiums ist aber nun wieder allen Gästen zugänglich.
Wir genossen im Restaurant Klostermühle, mit traumvollen Blick auf den
See und die Landschaft, jeder nach seinem Gaumen, Eis, Kaffee, Berliner Weisse
etc.
Auf unserem Rückweg statteten wir noch dem Friedhof einen kurzen Besuch
ab - dort besuchten wir die vor kurzem eingerichtete Gedenkstätte der
Familie Finck zu Finckenstein.
Ein schöner und erlebnisreicher Tag - eine einheitliche Meinung! -
Berlin, 12. 09. 09
Unsere
Stammkundenfahrt am 16. April 2009 nach Schloss und Gut Liebenberg
Pünktlich um 10.00 Uhr starteten wir mit 38 Gästen vom Bahnhof
Zoo. Unsere Fahrt führte über die Stadtautobahn, vorbei am Flughafen
Tegel in Richtung Oranienburg/Löwenberg, mit einem Gläschen Sekt
in der Hand, ins Oberhavelland. Unseren ersten Stopp legten wir in Bergsdorf
im Curt Mühlenhauptmuseum ein, einem großen Vierseithof mit dem
Wohnhaus aus friderizianischen Tagen. Herzlich empfangen wurden wir von Hannelore
Mühlenhaupt und Ihrem schwarzen Riesenhund Othello, die uns viel über
ihr "Curtchen" erzählte und uns sehr häufig zum Schmunzeln brachte.
Wir erfuhren viel über den Milieu-Maler aus Kreuzberg, der oft mit Otto
Nagel oder Zille verglichen wird. Auf dem Kulturhof gab es viel Interessantes
zu entdecken. Von den von Steinernen Zwergen bewachten Hof bis hin zum
Druckereimuseum, vom Museumsgarten bis zum Atelier des Meisters.
Anschließend erwartete uns, bei herrlichem Sonnenschein und frischer
Luft ein deftiges Landfrühstück mit Eiern von glücklichen
Hühnern, frischem Kuchen und leckerem "Hausschlachtenen". Kräftig
gestärkt, aber mit akademischer Verspätung, fuhren wir unserem
nächsten Ziel entgegen - dem Schloss und Gut Liebenberg. Schon Fontane
war immer gern auf Schloss und Gut Liebenberg. Bereits in seinen "Wanderungen
durch die Mark Brandenburg" lud er zum Besuch ein, in das malerisch gelegene
historische Ensemble. In Liebenberg angekommen, erwarteten uns bereits ungeduldig
unsere zwei Reiseleiter und sofort begannen wir mit unserer Führung
durch das im 19. Jahrhundert erneuerte Gut Liebenberg. Das Schloss wurde
1743 gebaut und erlebte mehrere Umbauten. Hier lebten Adelsgeschlechter der
Bredows, der Hertefelds und der Eulenburgs. Unter anderem erfuhren wir auch,
dass die Enkelin Libertas von Graf Phillipp zu Eulenburg und Hertefeld in
der von uns besuchten Schlosskapelle Harro Schulze-Boysen heiratete. Beide
wirkten in der Widerstandsbewegung "Rote Kapelle" und wurden 1942 hingerichtet.
Unsere qualifizierten Reiseleiter verstanden es sehr gut, uns diese interessanten
Informationen nahe zu bringen, darum gab es viele Fragen und auch immer
befriedigende Antworten. Danach erwartete uns der herrliche Schlosspark,
der nach einem Plan von Lenné zu einem Landschaftspark gestaltet wurde.
Hängebuchen, Rieseneichen, Sumpfzypressen - eine tolle Anlage mit
vielfältiger interessanter Flora und Fauna. Die anschließend freie
Zeit wurde individuell genutzt. Spazierengehen, shoppen im Hofladen, bei
Kaffe und Kuchen oder auch bei einem Gläschen Wein.
Es war ein schöner Tag, allen hat es wieder sehr gut gefallen und auf
dem Rückweg wurde bereits über die nächste Tour im September
gesprochen.
Berlin, 17. April 2009 Doris
Stransky
Advent in der Lausitz vom 5. Bis 8. Dezember 2008
"Und wenn der Wind nicht weiß wohin, dann weht er über Budysin"
(Bautzen). Sorbisches Sprichwort.
Und so hat es uns dieses Mal im Advent nach Bautzen und in die wunderschöne
Oberlausitz verschlagen. Die Anreise mit dem Bus, reserviert nur für
KulturTouren Berlin, war ausgesprochen bequem und angenehm. Bereits von Weitem
sahen wir dieses städtebauliche Juwel, die Hauptstadt der slawischsprachigen
Sorben. Unser Hotel "Der goldene Adler", eines der ältesten Häuser
Bautzens, direkt am Hauptmarkt gelegen, bot uns schöne Zimmer und
gleichzeitig einen ersten Blick auf den Weihnachtsmarkt. Mit dem
"Nachtwächter" hatten wir einen ersten Rundgang durch Bautzen und einen
Umtrunk auf der Stadtmauer - ein interessantes Erlebnis!
Am zweiten Tag stand eine Rundfahrt durch das Lausitzer Bergland und das
Zittauer Gebirge auf dem Programm. Auf dieser Fahrt über Herrenhut,
Zittau und Oybin säumten interessante Umgebindehäuser unseren Weg.
Eines dieser Häuser, ein Restaurant, empfing uns mit einem rustikalen
Buffetabendessen. Zuvor hörten wir in der Kirche von Waltersdorf ein
besinnliches Adventskonzert mit Instrumenten und Chor. Am nächsten Tag
stand ein weiterer Stadtrundgang an. Einiges wurde vertieft, Neues entdeckt,
wie der herrlich gelegene und interessante Friedhof. Nach einem netten
Adventskaffee wurde uns jedoch am Abend der Höhepunkt dieser Reise
dargeboten. Wir kehrten ein in ein einmaliges sorbisches Gasthaus im Herzen
Bautzens, in das "Wjelbik", das "kleine Gewölbe". Dort machten wir die
Bekanntschaft einer reizenden sorbischen Wirtin in Tracht, die uns die sorbische
Küche näher brachte sowie einen kleinen sorbischen Wortschatz
überreichte. Vergessen dürfen wir nicht den Besuch des Senfmuseums
am nächsten Tag sowie den Besuch des sorbischen Museums. Eine warme
Senfsuppe rundete unseren Besuch in Bautzen ab, und wir begaben uns wieder
mit dem Bus auf die Heimreise nach Berlin.
Die nächste Reise im Advent ist bereits gebucht, denn eine Adventszeit
ohne KulturTouren kann ich mir nicht mehr vorstellen.
Bettina Paulenz, 2.2.2009
Cornwall - die Heimat König Arthurs
Mit dem Gedanken, eine Reise nach Cornwall zu unternehmen, hatte ich mich
einige Zeit befasst. Aus diesem Grund habe ich die Programme verschiedener
Reiseanbieter verglichen, um heraus zu finden, welche Orte und
Sehenswürdigkeiten während einer Bustour im Süden Englands
angesteuert werden.
Die Routen der Veranstalter ähnelten sich, begannen aber immer bereits
als Bustour in Deutschland. Eine solche lange Bustour wollte ich nicht auf
mich nehmen.
Dann bin ich, eigentlich per Zufall, auf den Reiseveranstalter "KulturTouren
Berlin" aufmerksam geworden und fand unter den angebotenen Reisen zu meiner
Überraschung genau das, was ich lange vergeblich gesucht hatte. Eine
Flug/Busreise nach Südengland.
Voller Freude buchte ich diese Reise, ich habe diese Reise sehr genossen
und würde sie sogar noch einmal mit KulturTouren Berlin unternehmen.
Sie fragen warum? Natürlich ist eine so interessante Reise mit vielen
Stationen und Besichtigungen immer anstrengend, aber wir waren eine kleine
Reisegruppe von nur 12 Personen und fuhren mit unserem Kleinbus innerhalb
von Ortschaften mit so vielen interessanten Strecken, die mit einem
üblichen großen Reisebus gar nicht möglich gewesen wären.
Die geringe Teilnehmerzahl bedeutete für unsere Gruppe auch ein gutes
Hören aller Erläuterungen der bestens informierten einheimischen
und Deutsch sprechenden Reiseleiterin Una.
Durch die ausgezeichnete Vorausplanung des Veranstalters gab es auch keinerlei
Wartezeiten beim "check in" in den jeweiligen Hotels und niemals musste,
trotz der Vielzahl von verabredeten Treffzeiten, auf jemanden aus der Gruppe
gewartet werden. Die letzten beiden Punkte erwähne ich nur deshalb,
weil diese für mich auch zum Komfort und Gelingen einer Reise gehören.
Durch die Fülle der Erlebnisse in den südlichsten Grafschaften
Englands war die Reise, wie erwartet, auch anstrengend, aber jedoch lassen
die absolut perfekte Organisation und die von mir empfundenen und beschriebenen
Vorteile in einer kleinen Reisegruppe zu reisen, dieses schnell vergessen.
Guten Gewissens kann ich jedem Interessierten diese Rundreise durch Cornwall
empfehlen, sogar auch jemanden mit einer Gehbehinderung.
14. Oktober 2008 - Elisabeth
Speich, Leipzig
Unsere Stammkundenfahrt nach Schloss
Neuhardenberg
Mit Berliner Stammkunden unternahm "KulturTouren Berlin" am 20. August 2008
eine Fahrt zum Schloss Neuhardenberg, das zwischen Berlin und der östlichen
Landesgrenze zu Polen gelegen ist. Neuhardenberg ist besonders bekannt für
sein klassizistisches Ensemble von Schloss und Dorfkirche.
Um 10 Uhr starteten wir in einem exklusiven Mercedes Bus vom Bahnhof Zoo
mit 32 Gästen. Unsere Fahrt ging quer durch Berlin, vorbei an vielen
Sehenswürdigkeiten, wie Potsdamer Platz, Alexanderplatz, Karl-Marx-Allee
entlang der B1, vorbei an Feldern und Wäldern nach Neuhardenberg. Unterwegs
war gute Laune angesagt, bei einem Gläschen Sekt und mit literarischer
Unterhaltung, dargeboten von einem Stammgast, Herrn Gerlach, landeten wir
um 11.45 Uhr in Neuhardenberg.
Unterwegs hatten wir uns schon an Hand der uns vorher vom Restaurant Brennerei
zugesendeten Speisekarte entschieden, wie unser "Mittagsmahl" aussehen sollte,
so dass wir nun erwartungsvoll auf unsere örtlichen Reiseleiter harrten.
In kleiner Gruppe - wir teilten uns in zwei Gruppen - erkundeten wir nun
Neuhardenberg. Zunächst besichtigten wir die Kirche, die auf einen Entwurf
des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel zurückgeht.
Erst seit Oktober 2007 erstrahlt sie wieder im alten Glanz. Das Geld für
die Restaurierung stammt unter anderem aus dem symbolischen Verkauf von einzelnen
Sternen an der Kirchendecke. Beim Aufbau der Kirche beachtete Schinkel die
enge Verbindung zur Parkanlage des Schlosses. Der Turm mit seinem ovalen,
tempelförmigen Aufsatz präsentiert sich nach allen Seiten weithin
sichtbar. Der Gartenarchitekt Lenné nahm diese Blickachsen in seine
Parkgestaltung mit auf. Selbst Fürst Pückler-Muskau hat bei seinen
Aufenthalten in Hardenberg Einfluss auf die Gestaltung des Schlossparkes
genommen.
Danach besichtigten wir einen Teil des Schlosses,
von dem nicht ganz klar ist, wann mit dem Bau begonnen wurde, Evt. 1786,
das heißt im Todesjahr Friedrichs des Großen, möglicherweise
aber auch schon früher, denn laut Theodor Fontanes "Wanderungen durch
die Mark Brandenburg" soll Friedrich der Große bemerkt haben, "Er baut
ja ein Schloss! Er will ja hoch hinaus!", woraufhin Joachim Bernhard von
Prittwitz auf die Beletage verzichtet haben soll und es bei einer eingeschossigen
Dreiflügelanlage mit hohem Mansardendach beließ. 1820-23 baute
Karl Friedrich Schinkel das ursprünglich barocke Schloss klassizistisch
um; dabei wurde das Schloss um ein zweites Stockwerk aufgestockt. Ort und
Schloss erhielten den Namen Neuhardenberg.
Ein kleiner Rundgang durch den wunderschön gestalteten Schlosspark beendete
die Führung. Anschließend erwartete uns bereits in dem rustikalen
Restaurant "Brennerei" ein schmackhaftes, gutes Mittagessen und ein
zünftiges Glas Bier. Da noch ein wenig Freizeit eingeplant war, konnte
nun jeder der Gäste selbst entscheiden, wofür er diese nutzen wollte.
Entweder zum Besuch der Kleistausstellung, zu einem Spaziergang durch den
Kräutergarten oder auch zum Besuch des Dorfmuseums.
Voller interessanter Eindrücke traten wir unseren Heimweg mit dem Bus
an. Alle stellten einmütig fest - ein sehr schöner und gelungener
Ausflug.
Doris Stransky, 26. August
2008
Jordanien - junges Land mit alter Geschichte
Unsere kleine Reisegruppe aus Berlin ist im April 2008 in Amman gelandet
- bereit für das "Abenteuer Jordanien". Wir sind begierig zu erfahren,
was uns in diesem Land der Gegensätze wohl erwartet. Am ersten Morgen
scheint die Sonne warm auf hellgraue Steinmassen vor dem Hintergrund grüner
Hügel und wir starten erwartungsvoll in den Norden, wo uns eindrucksvolle
Zeugen der griechisch-römischen Vergangenheit in Jerash und Gadara begegnen.
Wir lernen auf dieser Reise auch, dass schon in alter Zeit, als einzelne
Stämme das Land regierten und die Beduinen durch die Wüste zogen,
Einflüsse von außen die Region beeinflussten und veränderten,
wie auch später die Nabatäer, denen wir in Petra begegnen. Tiefe
Spuren hinterließen auch die Römer, die Byzanthiner, die Kreuzritter,
die Osmanen, zuletzt die Briten - bis zur Unabhängigkeit 1946.
Heute sind wir es, die Touristen, die das Land bereisen und die Spuren der
Vergangenheit lesen, so im römischen Theater, so auf der alten
Königsstrasse und auf den Mosaiken der antiken Stadt Madaba als auch
auf dem Zitadellenhügel der Hauptstadt Amman.
Kann man sich vorstellen, wie in den Wüstenschlössern, die wie
eine Fata Morgana aus der Ebene der Geröllwüste aufscheinen, die
Treffen omaijadischer Prinzen in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts
auf ihrem Weg von Damaskus abliefen? Die Geschichte trägt uns weiter
in die Kreuzritterzeit mit mächtigen Festungen und Burgruinen.
Dann treffen wir im antiken Petra, der rosaroten Stadt der Nabatäer,
auf eine grandiose Vergangenheit, die das Auge einfach nur
überwältigt - eine Geisterstadt und einer der großen
archäologischen Schätze der Welt.
Dann stellten wir fest: "Ewig ist nur die Wüste", als wir von deren
Grösse im Wadi Rum eine Ahnung bekommen, auch wenn wir kleinen Touristen
nur am Rand der Berge aus Sandstein und Basalt, an Dünen und
Felsbrücken entlang kurven und doch schon beim fotogenen Sonnenuntergang
merken, wie kalt und unwirtlich diese Region sein kann.
Wie mag sich da Lawrence von Arabien gefühlt haben, dessen Namen auf
immer mit der Wüste verbunden ist?
In der Senke des Jordantales liegt schließlich das Tote Meer mit seinen
heilenden Kräften durch Wasser und Schlamm. Heilung Suchende und Touristen
schauen beim goldenen Sonnenuntergang über das Wasser auf die israelische
Seite und werden sich wie andernorts der politischen Gegenwart in Gestalt
der Palästinensischen Autonomiegebiete am Westufer bewusst.
Alles in Jordanien atmet nicht nur weltliche, sondern auch religiöse
Geschichte, die von vielen christlichen Pilgergruppen nachvollzogen wird.
Auch für den islamischen Glauben ist Jordanien ein gesegnetes Land,
das Mekka, Medina und Jersusalem verbindet. Geschichte bedeutet viel in einem
Land wie Jordanien ; aber natürlich beeindrucken auch die unterschiedlichen
Landschaften, die Berge und Wüsten und das Leben der Menschen zwischen
modernen Bauten und Beduinenzelten, zwischen Tradition und Moderne.
Daneben sind es aber die kleinen Wahrnehmungen und Erlebnisse, die wir in
unserem Gedächtnis heimtragen: die vergnüglichen Tee- und Kaffeepausen
auf der Fahrt, die zur schönen Gewohnheit werden und eine willkommene
Erholung von Sonne und Besichtigungsstress sind, die Mittagessen in schattigen
Restaurants, wo wir uns freuen, wenn es gelingt, an anderen Reisegruppen
vorbei als erste am Buffet zu sein, die appetitlichen Vorspeisen und Salate
- gerade richtig und ausreichend für die Wärme, die Erfahrung,
dass die Europäer Jordanien in Massen als Reiseland entdeckt haben;
vor allem italienische und französische Gruppen treffen wir immer wieder,
bei den Sehenswürdigkeiten und im Hotel. Großer Trubel herrscht
an den besonders beliebten touristischen Punkten, wie Petra. Hier wird der
Auf- und Abstieg zu besonderen Ausblicken, der zum Teil über in den
Fels geschlagene Treppen führt, recht beschwerlich, weil dauernd auf
Esel, Pferdekutschen und Vorder- und Hintermann zu achten ist, unvergesslich
auch das Bad im Toten Meer vom Hotelstrand aus - gar nicht so einfach, sich
mit der richtigen Körperdrehung vom Steinplateau ins Wasser gleiten
zu lassen und auf dem Rücken liegend herumzupaddeln . Besser geht das
Baden in einem der wunderschön angelegten Hotel - Swimmingpools, wo
zu beobachten ist, dass die meisten einheimischen Badenixen züchtig
bekleidet ins Wasser gehen. Zum Sonnenbaden sieht man aber auch sehr
hübsche Bikinis!
Auch diese gelungene Reise geht einmal zu Ende, und wir blicken zurück
auf ein Land voller Kultur, Schönheit und Kontraste. Es bleibt nur zu
sagen: Ma'a salamehlch - auf Wiedersehen Jordanien!
Susi Moldenhauer, im August
2008
Silvester mit Jugendstil 2007/2008
Ein kleine Gruppe von netten Gästen unterschiedlichen Alters machten
sich auf den Weg, die Silvestertage und den Jahresanfang im Baltikum, in
der lettischen Jugendstilstadt Riga zu verleben.
Nach kurzem Flug landeten wir in Riga und es erfolgte eine orientierende
Stadtrundfahrt. Am nächsten Tag ging es mit den Stadtführungen
natürlich erst so richtig los. Mit erstklassigen Erläuterungen
über Geschichte und Architektur wurden wir auf Riga eingestimmt: der
Dom, die wunderschönen Fachwerkhäuser, der Park, Museen, die
Garnisonshäuser und Jugendstilbauten - ein Augenschmaus für den
Betrachter. Ein Höhepunkt der Reise war am Silvestertag ein Orgelkonzert
im Dom zu Riga. Mit Werken von Bach, Reeger und einheimischen Komponisten
wurde das alte Jahr verabschiedet. Weitere Ausflüge während der
7tägigen Reise führten uns in das Schnee bedeckte Jurmala, wo wir
während eines Spazierganges an der Ostsee die herrliche Seeluft schnuppern
konnten.
Fahrten nach Rundale, dem Venedig des Ostens und Sigulda mit Besichtigungen
der Schlösser und Burgen rundeten die Ausflüge in das Landesinnere
ab. Wir hörten viel über die einheimische Geschichte der
Schlösser, aber auch viel über die Verbindungen zur deutschen
Vergangenheit. Sehr interessant für jeden Geschichtsinteressierten.
Natürlich wurde auch an unseren Gaumen gedacht: Jeden Abend gab es ein
Dinner für Gourmets - natürlich wie erwartet, mit lettischen
Spezialitäten.
Die Silvesterfeier im Hotel Islande war sehr schön, ein tolles Buffet,
eine Jugendtanzgruppe zur Unterhaltung und wer es wollte, konnte natürlich
selbst das Tanzbein schwingen. Sehr interessant war für uns, dass wir
drei Mal auf das neue Jahr angestoßen durften, denn wir feierten es
auf russisch, auf lettisch und auf deutsch bzw. mitteleuropäisch und
mit einem Feuerwerk.
Prosit Neujahr und nasdorowje auf weiterhin so stilvolle Reisen mit den
KulturTouren.
Marlies Hellmeier, 30.01.2008
Adventreise nach Goslar (Harz) im Dezember 2007
Bereits auf der Bahnfahrt von Berlin nach Goslar konnte sich die angenehm
kleine Reisegruppe beschnuppern, so dass beim Eintreffen im Hotel schon erste
Kontakte geknüpft waren.
Der Anblick des 4 Sterne-Hotels Kaiserworth - eingebettet in einem
mittelalterlichen Umfeld und direkt am Marktplatz gelegen - versprach einen
wirklich kuscheligen Aufenthalt. Und so war es auch, wir fühlten uns
einfach sehr wohl in dem traditionellen gepflegten Haus mit sehr guter
Küche und stets hilfsbereitem Personal.
Kurz nach der Ankunft im Hotel und einem Begrüßungstrunk ging
es auf "Schusters Rappen" zur Stadterkundung. Die Reiseleiterin erklärte
Geschichte und Kultur der Stadt so abwechslungsreich, dass man nie den Eindruck
einer Überforderung hatte. So auch beim Besuch der Kaiserpfalz.
Ein "Ah" und "Oh" ging durch die Gruppe, als sich gegen Abend der Weihnachtsmarkt
in voller Pracht entfaltete : Lichter, Glocken und glückliche Gesichter
- eine Situation zum Träumen. Ach ja - Goslar hat nicht nur einen
Weihnachtsmarkt sondern - sicherlich auch einmalig in Deutschland - einen
Weihnachtswald.
Am nächsten Tag genossen wir unsere Fahrt durch den winterlichen Harz
und die kurzen Besichtigungen in einigen der weihnachtlich geschmückten
kleinen Harzstädtchen.
Ein Weihnachtskonzert im Heiligen Blut, ein Adventnachmittag bei leckerem
Kuchen und Kaffee in dem romantischen Barock-Cafe Anders rundeten die Reise
ab.
Es waren schöne vorweihnachtliche Tage mit Charme, die den Wunsch in
mir weckten, wieder mit KulturTouren zu reisen.
Brigitte Gerlach, 18.12.2007
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